Sind Visitenkarten Schnee von gestern?

Jetzt werden Sie sagen, die spinnt ja total, nein alles gut. Natürlich sind sie nicht Schnee von gestern. Doch ich will Ihnen gern erzählen wie ich auf die Idee kam.

In den letzten 2 Wochen bin ich vielen Netzwerker/innen begegnet die immer zwei Visitenkarten übergeben. Da denke ich mir dass war ja vor 10 Jahren ne gute Idee, doch Mal ganz ehrlich, was machen Sie mit der zweiten Visitenkarte?

Machen Sie sich die Mühe und haben immer einen ganzen Rucksack voller zweiter Visitenkarten dabei, um dann Frau X oder Herrn Y empfehlen zu können? Oder senden Sie dann sogar die Visitenkarte mit der Post an Ihren Kontakt?

Genau dass meine ich. Im Zuge unserer virtuellen Möglichkeiten ist es Schnee von gestern zwei Visitenkarten zu übergeben. Der Einzige für den es ist gut ist, ist die Druckerei, denn die machen mehr Umsatz.

Als ich die Schlagzeile schon Mal in Facebook letzte Woche zur Diskussion gestellt habe kam gleich es kann ja nicht alles digital sein. Nein Haptik ist nach wie vor wichtig, doch die allein zählt nicht mehr. Denn wer heute nicht virtuell vertreten ist, und dass auch mit einem ansprechendem Profil, denn auch dass ist Eure Visitenkarte, der ist doch eh nicht existent.

Denn virtuelle Empfehlungen können mit einem Mausklick ausgesprochen werden, und ganz ehrlich, wer dort nicht vertreten ist, muss sich hinten anstellen um empfohlen zu werden.

Bevor ich gleich zu den Visitenkarten an sich komme. Stell ich mir immer die Frage, was machen Sie mit den Visitenkarten? Aus meinen Erfahrungen die meisten machen nichts. Und dann gibt es noch das krasse Gegenteil, die Visitenkartensammler. Die donnern gleich die Kontakte mit Mails und Verkaufsangeboten zu. So wird es nicht funktionieren, hat vor 10 Jahren eventuell noch geklappt, aber die Zeiten sind vorbei.

Tipp von mir vernetzen Sie sich mit den Menschen die Sie persönlich getroffen haben virtuell, so können Sie sich nicht aus den Augen verlieren. Optimaler weise legen Sie eine Kategorie an, damit Sie gleich wissen, wo Sie die Menschen getroffen haben. Dass ist so ähnlich wie als wenn Sie auf die Papierkarte schreiben, in München am 4.2. getroffen, geht auch alles virtuell.

Eine weitere Variante wenn es Gästelisten gibt, ist schon sich vorab mit den Netzwerker/innen zu vernetzen. So können Sie schon gezielt festlegen wen Sie denn unbedingt persönlich sprechen möchten. Und ein weitere Vorteil, alle werden dann zu Ihnen sagen, wir haben schon auf Xing(geht auch auf anderen Plattformen) geschrieben. Und man kennt Sie schon, so sind Sie nicht einer von hundert auf dem Event.

Ja Visitenkarten sind noch wichtig, doch noch wichtiger ist es dass Sie professionell sind und vor allem AAA anders als andere.

Hier die 7 Tipps für Ihre Visitenkarten:

  • professionelle grafische Gestaltung ist dass A und O
  • Logo und Slogan auf Eurer Visitenkarte sprechen für sich
  • Wenn aus Karton – achtet auf die Kartonstärke und Kartonstruktur
  • Es gibt heute schon Visitenkarten aus anderen Materialien, prüft was zu Eurem Business passt
  • Vollständige Daten auf der Visitenkarte – und diese übersichtlich angeordnet
  • Mit Foto oder ohne da gibt es unterschiedliche Ansichten, da wir uns sehr schnell verändern, rate ich persönlich davon ab, und wenn mit Foto von einem Profi
  • Bewahren Sie diese geschützt auf, und haben Sie immer welche dabei. Auch wenn Sie die Handtasche gerade gewechselt haben.

Das waren die Visitenkarten zum Anfassen. Doch da unsere Welt sich sehr ins virtuelle verändert hat geht es auch um Ihre Visitenkarten im Web. Damit meine ich Ihre virtuellen Profile in den verschiedenen Social Media Plattformen und auch Ihre Webseite. Oft wird diese Visitenkarte noch vor Ihrer persönliche Begegnung, vor Ihrem Termin wahrgenommen. Und Sie wissen ja für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

7 Tipps zu Ihren virtuellen Visitenkarten:

  • Professionelle Fotos sind das A und O, denn bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte
  • Nutzen Sie die Möglichkeit neben Ihren Profilfoto mit so viel möglich Bildern zu arbeiten, denn im Zuge der knappen Zeit wird nur noch wenig gelesen
  • Nutzen Sie kurze Videos und binden Sie diese in Ihre Profil ein
  • In Ihrem Profil sollte auf einen Blick Ihr Expertenstatus zu sehen sein. Beispiel bei Xing ist es alles was neben Ihrem Foto stehz
  • Kein abgelaufenen Termine im Profil
  • Die Ostergrüße vom letzten Jahr sind auch ungünstig
  • Auch Ihr Privatprofil in Facebook ist Ihre Visitenkarte, deshalb denken Sie nach was Sie dort wie kommunizieren und auch Ihr Fotos sollte professionell sein

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Netzwerken mit oder ohne Visitenkarten. Übrigens um so mehr Sie Experte/in sind, desto weniger werden Sie Visitenkarten brauchen. Denn Experten werden gefunden auch ohne Visitenkarte. Deshalb meine Empfehlung an Sie, feilen Sie an Ihrem Expertenstatus und lassen Sie nur noch professionelle Visitenkarten zu.

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen, Meinungen, Tipps hier in den Kommentaren für die Leser dieses Blogs, denn wir alle können von jedem Experten lernen.

Beste Grüße Ihre Netzwerkexpertin Petra Polk

www.petrapolk.com

Foto von Irmgard Brand München

http://www.irmgard-brand.de

Petra Polk

Petra Polk ist Expertin für den Aufbau von erfolgreichen Business­netzwerken. Kontakte sind ihre Leidenschaft. Kaum eine andere versteht es besser, Netzwerk-Strukturen aufzubauen und zu nutzen. Dieses Wissen vermittelt sie in ihren begeisternden Vorträgen, bei denen sie Menschen und Marktführern aufzeigt, wie aus Kontakten Kontrakte werden und wie Menschen, Entscheider, Meinungen und Modelle optimal verknüpft werden. In ihren Seminaren und Workshops zu den Themen Netzwerken, Social Media, Akquise und Verkauf und in individuellen, maßgeschneiderten Coachings gibt sie ihren großen Erfahrungsschatz aus der Praxis weiter. Als Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmerinnen-Netzwerks W.I.N Women in Network ist es ihr immer wieder eine Freude, Menschen zu führen, zu motivieren und zu begeistern.

2 Gedanken zu „Sind Visitenkarten Schnee von gestern?

  1. ich muss gestehen, dass ich auch gerne zwei Visitenkarten abgebe. Aber in der heutigen virtuellen Zeit ist das möglicherweise passe`. Wirklich weiter kommt man allerdings nur über persönliche Kontakte. Wir müssen gesehen, gefühlt und verstanden werden. Nur so werden wir berühmt. Gutes Gelingen wünsche ich uns allen. Brigitte

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