Rumzicken bringt nichts

Wie Sie wissen liebe ich Kooperationen. In meinem letzten Blogartikel hat Marina Frieß mir gerade aus der Seele gesprochen. Denn Netzwerken heißt gemeinsam statt einsam.

In vielen Bereichen ist es auch gerade zu spüren, das näher Zusammenrücken, das Miteinander, und genau dass ist die Zukunft.

Doch auch beobachte ich gerade in den letzten Wochen und Monaten das rumzicken, und übrigens auch einige andere Netzwerker/innen. Leute ich kann Ihnen nur sagen, so funktioniert Netzwerken nicht.

Netzwerken erfordert Toleranz, Akzeptanz und sich nicht im Netz gegenseitig nieder machen, nur weil man gerade Mal anderer Meinung ist.

Wir müssen uns nicht lieben und auch nicht heiraten, und auch Kunden müssen akzeptieren dass Frau nicht immer einer Meinung ist.

 

Denn Netzwerken ist nicht für Egoisten und Zicken geeignet

 

Erst heute wurde ich in einem Interview von Frauenbusiness gefragt:

Netzwerken Frauen anders als Männer?

Grundsätzlich beantworte ich diese Frage immer mit Ja. Da Frauen anders kommunizieren als Männer, und Netzwerken ist Kommunikation. Und außerdem Frauen brauchen mehr Wohlfühlgefühl als Männer. Doch ist das Thema Zickengehabe auch ein Frauenphänomen. Denn Männer zicken nicht rum, und machen sich nicht gegenseitig nieder, denn sie würden diese Themen beim Bier klären und dass ganze von Mann zu Mann.

Doch wenn ich richtig drüber nachdenke, ist es eventuell kein Frauenthema, sondern ein Neid Thema. Denn in einem Gespräch heute mit einem sehr aktiven Netzwerker aus der Region Frankfurt, hat er mir so eine ähnliche Story erzählt.

Er meint vor allem in Facebook fällt ihm in letzter Zeit vermehrt auf, dass Meinungen die nicht ins Raster passen, nicht akzeptiert und toleriert werden.

Oder ist es nicht der Neid sondern sind es die Raster wie heute in einer Talkshow Nachtcafé im SWR so schön gesagt wurde: „Verabschieden Sie sich von Rastern und Schubladen, akzeptieren Sie einfach dass andere anders denken, andere Erfahrungen gemacht haben und einen anderen Weg gehen.“

Mein Tipp für Sie:

  • Netzwerken braucht Akzeptanz und Toleranz
  • Diskussionen sind erwünscht, doch mit einer fairen Streitkultur
  • Sprechen Sie persönlich mit dem Menschen
  • Machen Sie nicht Kollegen nieder, sondern fragen Sie warum Sie anderer Meinung sind
  • Finden Sie Ihren eigenen Weg, und akzeptieren Sie andere Wege

 

Meine Frage an Sie: Was ist Ihre Meinung?

  1. Ist es ein Frauenthema?
  2. Hat es mit Neid zu tun?
  3. Oder trägt unser Raster und Schuladen denken dazu bei?

 

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Kommentare zu meinen Fragen sowie Ihre Storys und Erfahrungen.

Und wünsche Ihnen weiterhin viele gute Erfahrungen, sowohl beim persönlichen als auch beim virtuellen Netzwerken. Und versprochen, die Spreu wird sich vom Weizen trennen. Und Erfolge werden nur die haben, die anderen Erfolg gönnen.

 

Liebe Grüße Ihre Netzwerkexpertin Petra Polk

Bildquelle: Fotolia 71382959

Petra Polk

Petra Polk ist Expertin für den Aufbau von erfolgreichen Business­netzwerken. Kontakte sind ihre Leidenschaft. Kaum eine andere versteht es besser, Netzwerk-Strukturen aufzubauen und zu nutzen. Dieses Wissen vermittelt sie in ihren begeisternden Vorträgen, bei denen sie Menschen und Marktführern aufzeigt, wie aus Kontakten Kontrakte werden und wie Menschen, Entscheider, Meinungen und Modelle optimal verknüpft werden. In ihren Seminaren und Workshops zu den Themen Netzwerken, Social Media, Akquise und Verkauf und in individuellen, maßgeschneiderten Coachings gibt sie ihren großen Erfahrungsschatz aus der Praxis weiter. Als Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmerinnen-Netzwerks W.I.N Women in Network ist es ihr immer wieder eine Freude, Menschen zu führen, zu motivieren und zu begeistern.

7 Gedanken zu „Rumzicken bringt nichts

  1. Liebe Frau Polk,

    Sie sprechen mir aus der Seele. Das Niedermachen anderer Meinungen und die Nicht-Akzeptanz/das pauschale Abschmettern von zu überdenkenden Kritikpunkten hat mich in den letzten Wochen irritiert dem ein oder anderen Thread im Social Web folgen lassen.

    Für mich ist dies keine Frauensache. In den drei Fällen, die mir im Gedächtnis geblieben sind, waren nicht nur Frauen involviert oder der Auslöser.

    Ich kann pauschal nicht beurteilen, ob es mit Neid oder Schubladendenken zu tun hat. M. E. n. gibt es außer den von Ihnen genannten Gründen noch weitere, – wie z. B.:
    – Angst vor Shitstorms: d. h. Freunde, Fans, Follower springen sofort bei, wenn jemand ein Kritiklüftchen entgegen weht und unterbinden damit ggfs. eine hilfreichen Diskurs
    – Selbst- und Fremdbild der betroffenen Person fallen weit auseinander, sodass die Person von oben herab antwortet
    – Machtstreben: Wie kann der- oder diejenige es wagen, zu meinem Thema zu schreiben!
    – Schmusekurs im Web: Ja, das Netz rückt im positiven Sinn näher zusammen und mehr und mehr Leute haben gelernt, dass das Netz keine gesetzloser Raum ist – Respekt und Wertschätzung bestimmen häufig die Dialoge. Doch auch darin zieht Wildwuchs ein: Die immer gefühlt gleichen Leute empfehlen sich gegenseitig bis zum Abwinken, – das merken die Leser und werden vielleicht auch mal „ausfällig/übergriffig“, weil sie sich für dumm verkauft fühlen
    – Im Internet „rumzuzicken“ ist einfacher als dies „persönlich“ zu tun
    – u. v. m.

    Jeder Fall ist anders, jede Person ist und handelt anders.

    Mit Respekt, Wertschätzung und Toleranz sollte es klappen mit Meinungsaustausch und Netzwerken. Doch – ob im virtuellen oder realen Raum – dieses Problem ist so alt wie die Menschheit. Jeder darf mit sich daran arbeiten ;-).

    Herzlichen Gruß aus Limburg

    Ihre Manuela Seubert

  2. Danke Barbara für Dein Statement alle die einen Weitblick haben , denken nicht kleinkariert. Und erfolgreich wird nur wer auch sich mit anderen freuen kann. Danke Manuela für die ausführlichen Zeilen. Dann ist es wahrscheinlich ein Webthema, denn da geht es leichter als persönlich. Allen weiterhin viel Erfolg und viel Spaß beim Lesen hier. Liebe Grüße Petra

  3. Ich glaube nicht, daß das „Herumzicken“ ein reines Frauenthema ist – es gibt auch Männer, die Zicken oder Divas sind – aber das Phänomen ist bei Frauen deutlich häufiger vertreten! Ich persönlich stehe auf Frauensolidarität und ein loyales Miteinander. Gemeinsam sind wir einfach stärker und es macht auch mehr Spaß als allein!!

  4. Komme gerade vom Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderung mit Frauen. Es hat mir super gut gefallen. Wir Frauen können es auch. Wir dürfen uns nicht nieder machen. Jede macht es auf ihre Weise und die ist gut. rumzicken bringt nicht und sich nur anstrengen auch nicht. Schön wäre es, wenn wir Frauen uns vermarkten würden, nicht abwarten würden, und den sogenannten Weitblick walten lassen, so wie Petra es beschrieben hat. Nur so können wir uns stärken und empfehlen. Wir brauchen das Rad nicht neu erfinden. Brigitte Jülich aus Dortmund

  5. Danke Brigitte und Claudia für Eure Kommentare, freut mich dass Ihr es auch so seht. Ich denke wir leben in einer Zeit wo es eher Sinn macht zusammen zu rücken und nicht gegeneinander zu arbeiten. Experten/innen haben auch keine Angst, sind nicht neidisch sondern unterstützen sich gegenseitig. Danke dass ich auch gerade in den letzten Monate so viele tolle Beispiele erleben darf.

  6. Hallo Frau Polk, ich lese erst heute ihren Artikel der aber glaub ich nichts an Aktualität eingebüßt hat. Selbstverständlich netzwerken Frauen ganz anders als Männer, denn Männer haben zum Beispiel Fussball. So etwas besitzen Frauen einfach nicht. Auch gibt es keine typischen Saufgelage, wie es bei manchen Männern durchaus üblich ist. Aber der Artikel ist sehr gut geschrieben zu diesem Thema … lg Angela 🙂

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